CED - Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Unter CED (chronisch entzündliche Darmerkrankungen) wird die entzündliche Erkrankung des Darms zusammengefasst, mit unterschiedlichen Ausprägungen. Die betroffenen Menschen leiden unter anderem unter Bauchschmerzen, Durchfällen und Gewichtsverlust. Man unterscheidet zwei Hauptausprägungen der CED: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die in ihrem Erscheinungs- und Beschwerdebild nicht immer einfach zu unterscheiden sind.
Morbus CrohnColitis ulcerosa
BauchschmerzenHäufig rechter UnterbauchMeist vor dem Stuhlgang im linken Unterbauch
GewichtsverlustHäufig Selten
FieberSeltenSelten
StuhlgangChronisch dünnflüssiger Stuhl, blutige Stühle nur bei DickdarmbefallSchleimige Durchfälle mit Blutbeimengungen und beständiger, schmerzhafter Drang zur Stuhlentleerung
Blutiger StuhlSeltenHäufig
FistelnHäufigNein
AbszesseHäufigGelegentlich
Toxisches MegacolonSeltenGelegentlich
AusdehnungDiskontinuierlicher Befall. Entzündete Stellen wechseln sich mit nicht entzündeten Stellen ab.Kontinuierlicher Befall. Ausdehnung aufsteigend vom Anus beginnend.
Befall des DickdarmsHäufigImmer
Befall des terminalen IleumsHäufig Selten
Befall des DünndarmsOft befallenNormal
Befall des RektumsSeltenFast immer
EntzündungEntzündung erfasst an den betroffenen Abschnitten alle Schichten der DarmwandEntzündung erfasst an den betroffenen Abschnitten nur die Darminnenseite.
Blutarmut (Anämie)SeltenHäufiger

Bei etwa 10 % der Betroffenen ist eine deutliche Unterscheidung zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nicht möglich. Die Erkrankung wird dann als Colitis indeterminata bezeichnet.

Beiden Ausprägungen gemeinsam ist, dass es sich um eine Entzündung des Darms handelt, dass die Symptome spontan wieder abklingen und in seltenen Fällen langfristig oder auch ganz verschwinden können. Meist treten die Beschwerden in wiederkehrenden Schüben auf, in denen die akute Entzündung im Vordergrund steht. Die Schübe sind nicht vorhersehbar, und es ist auch nicht vollständig bekannt, was einen Schub auslösen kann. Häufig erreicht man mit medikamentöser Unterstützung sehr lang anhaltende Ruhephasen der Erkrankung mit mehrere Monate oder gar Jahre andauernden Remissionen.

Letzte Änderung: 09.12.2013

Dr. med. Wilfred Landry

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Dr. med. Wilfred Landry

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Dr. med. Michael Mroß

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