Chemischer Okkultbluttest

Mit dem chemischen Okkultbluttest (Hämoccult®-Test) werden kleine Mengen von Blut im Stuhl nachgewiesen, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind und deshalb als versteckt (okkult) bezeichnet werden. Der Hämoccult®-Test wird im Rahmen der Krebsvorsorge ab dem Alter von 50 Jahren einmal im Jahr angeboten. Ziel ist die Früherkennung von Darmkrebs und seinen potenziellen Vorstufen, den Darmpolypen.

Den Test führt der Patient zu Hause durch. Der Arzt händigt ihm ein Testbriefchen aus, auf dessen Felder an drei aufeinander folgenden Tagen jeweils eine kleine Stuhlprobe mit dem beiliegenden Spatel aufgetragen wird. Die Auswertung erfolgt durch den Hausarzt, der anhand einer Farbreaktion erkennen kann, ob sich verstecktes Blut im Stuhl befindet.

Verschiedene Störfaktoren können den Test verfälschen. Es ist deshalb wichtig, dass die Hinweise des Arztes bei der Durchführung des Tests beachtet werden.

Ein negatives Testergebnis bedeutet: es wurde kein Blut im Stuhl gefunden. Ein positives Testergebnis bedeutet, dass Blut im Stuhl gefunden wurde. In diesem Fall steht eine Darmspiegelung zur Abklärung der Blutungsursache an. Blut im Stuhl kann verschiedene Ursachen haben und ist nicht immer gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Krebserkrankung.

Wichtig zu wissen: Nicht jeder Darmkrebstumor blutet. Also bedeutet ein negativer Test nicht unbedingt, dass Sie keinen Darmkrebs haben. Er ist also kein sicherer Indikator für die Frage, ob ein Darmkrebs vorliegt. Der Bluttest kann somit die Darmspiegelung nicht ersetzen.

Letzte Änderung: 04.06.2016