Compliance [11/2010]

[November 2010]

Compliance/Adherence in der gastroenterologischen Praxis bei Patienten mit CED
Die tägliche ärztliche Arbeit mit Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) bedarf neben einer langjährigen ärztlichen Erfahrung mit umfassender Ausbildung auch eines erheblichen zeitlichen Aufwandes in der Sprechstunde, da die Patienten dank eines oftmals umfangreichen Vorwissens einen besonderen Anspruch haben. Hieraus resultiert nicht selten ein Arzt-Patienten-Konflikt; der Patient hält die ärztlichen Empfehlungen nicht ein, der Arzt sieht dadurch seine Fachautorität im Zweifel, der Patient wird letztendlich als nicht compliant eingestuft.

Es ist bekannt, dass grundsätzlich mindestens ein Fünftel aller ausgestellten Rezepte in Deutschland nicht eingelöst wird und dass die Hälfte der Medikamente gar nicht oder falsch eingenommen wird. Non-Compliance gilt immer als ein Zeichen für eine gestörte Arzt-Patienten-Beziehung.

Unter Compliance versteht man die gehorsame Befolgung von ärztlichen Anweisungen.

Unter Adherence versteht man die freie Entscheidung eines von den ärztlichen Empfehlungen überzeugten Patienten. Somit wird der Arzt seine Informationen und Anweisungen mit den Möglichkeiten und Wünschen des Patienten abstimmen.

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Letzte Änderung: 01.10.2017

Dr. med. Wolfram Graf Finck von Finckenstein

Autor

Dr. med. Wolfram Graf Finck von Finckenstein

Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie

Internistische Schwerpunktpraxis

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86150 Augsburg

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