Darmkrebs Früherkennung

[Dezember 2017]

Früherkennung bei Darmkrebs

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken. Seit nunmehr 15 Jahren übernehmen die Krankenkassen für Patienten ab dem 55. Lebensjahr die Kosten für eine Darmspiegelung, die bei der Früherkennung die zuverlässigste Untersuchung, der sogenannte Goldstandard ist.
Bei der Darmspiegelung werden Dick- und Enddarm endoskopisch mithilfe eines fingerdicken, biegsamen Schlauchs samt Kamera und Lichtquelle untersucht. Verdächtige Versänderungen können so frühzeitig festgestellt und mit Hilfe einer Gewebeprobe untersucht werden.

Obgleich mit Hilfe der Darmspiegelung der Darmkrebs in einem sehr frühen Stadium erkennbar und gut behandelbar ist, nimmt nach DKFZ-Angaben nur etwa jeder vierte Deutsche über 55 Jahre das Angebot einer Darmspiegelung zur Früherkennung wahr. Weitere 25% erhalten im Rahmen einer anderen Untersuchung eine Darmspiegelung. "Das bedeutet aber auch, dass die Hälfte der über 55-Jährigen in Deutschland keinen wirksamen Schutz haben", sagt Prof. Dr. Hermann Brenner, Leiter der Abteilung Klinische Epidemiologie und Altersforschung beim Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg.

Letzte Änderung: 01.12.2017