Was bedeutet Gastroenterologie?

torso_250_308.gif Der Gastroenterologe ist ein Arzt, der spezialisiert ist auf alle Organe des Verdauungstraktes, also auf die Speiseröhre, den Magen, den Dünn- und Dickdarm, auf Leber, Gallenblase und Gallengänge sowie die Bauchspeicheldrüse. Er befasst sich mit der Diagnostik, der Therapie und der Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.

Die diagnostischen Methoden

Zu den diagnostischen Methoden des niedergelassenen Gastroenterologen gehören

Die am häufigsten eingesetzten endoskopischen Verfahren sind

  • die Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie) und
  • die Dickdarmspiegelung (Ileokoloskopie),
    die eine direkte visuelle Begutachtung der inneren Schleimhäute zur Abklärung von krankhaften Veränderungen der Speiseröhre, des Magens, des Zwölffingerdarms und des Dickdarms ermöglichen.
Im Rahmen dieser Untersuchungen können gleichzeitig Polypen (Polypektomien) entfernt oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt gestillt werden.

Qualitätskontrollen

"Zu einer qualitativ hochwertigen Behandlung gehören neben den geforderten persönlichen Mindestfallzahlen strukturelle und personelle Voraussetzungen",
erklärt Prof. Dr. Birgit Kallinowski, die Sprecherin des Berufsverbandes Niedergelassener Gastroenterologen (bng).

Das bedeutet, dass ein Gastroenterologe sich regelmäßigen definierten Qualitätskontrollen unterziehen muss. In jährlichen Kontrollen muss er die Anzahl und die Qualität seiner Untersuchungen gemäß den allgemeinen Leitlinien nachweisen. Dies wird durch ein Spezialistenteam kontrolliert. Man kann davon ausgehen, dass in einer gastroenterologischen Schwerpunktpraxis über 1.000 Endoskopien im Jahr durchgeführt werden.

Darüber hinaus wird ein Nachweis der korrekten Einhaltung der Hygienevorschriften des Robert Koch-Insitutes (RKI) gefordert. Diese Kontrollen erfolgen halbjährlich durch ein unabhängiges Institut.

Ein Gastroenterologe ist durch seine Ausbildung und seine Erfahrung in der Lage, die Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowohl zu diagnostizieren und als auch zu behandeln.

Letzte Änderung: 01.10.2017