EHEC - ein Jahr danach [05/2012]

[Mai 2012]

EHEC - ein Jahr danach
Im Sommer 2011 war die EHEC-Epidemie vor allem in Norddeutschland, aber auch bundesweit ein Gesprächsthema, das wochenlang durch die Presse ging. Bei dieser EHEC-Epidemie handelte es sich um den bisher größten Krankheitsausbruch durch EHEC-Erreger in Deutschland und bezogen auf die Anzahl der HUS-Fälle um den größten weltweit beschriebenen derartigen Ausbruch.

Was ist HUS?
HZI_ehec_007.jpgHUS ist die Abkürzung für das „hämolytisch-urämische Syndrom“, auch Gasser-Syndrom genannt. Als HUS bezeichnet man eine Erkrankung der kleinen Blutgefäße, die verschiedene Ursachen haben kann. Das typische HUS wird hauptsächlich durch ein Gift verursacht, das einige Darmbakterien wie die Escherichia coli oder der EHEC-Erreger produzieren. Diese Bakteriengifte können die Blutzellen zerstören und die Nierenfunktion so weit schädigen, dass es auch zu einem akuten Nierenversagen kommen kann.

EHEC-Zahlen
Laut dem Abschlussbericht des Robert-Koch-Instituts vom September 2011 wurden insgesamt 855 Erkrankungen an HUS und 2.987 Fälle von akuter Gastroenteritis gemeldet, die auf eine Infektion mit dem EHEC-Erreger zurückzuführen sind. Der Anteil der Frauen überwog sowohl bei den HUS-Fällen (68 %) als auch bei den EHEC-Fällen (58 %). Unter den HUS-PatientInnen verstarben 35 (4,1 %) und unter den EHEC-PatientInnen mit Gastroenteritis 18 (0,6 %).

Mehr Informationen über EHEC und die Sicht ein Jahr später finden Sie hier.

Letzte Änderung: 05.06.2021

Autor
Dr. med. Gernot Schönfeld

Autor

Dr. med. Gernot Schönfeld

Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie/Proktologie

Facharztzentrum für Gastroentrologie, Proktologie und Hepatologie am Hohenzollernpark

Hohenzollernstraße 7

45659 Recklinghausen

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