Jugendliche und CED [08/2012]

[August 2012]

CED und Jugendliche
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Schätzungsweise 37.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren leiden an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.. Die Kinder und jungen Jugendlichen werden in der Regel von ihrem Kinderarzt/ihrer Kinderärztin oder einem/einer spezialisierten KindergastroenterologIn betreut. Wenn die Betroffenen aber älter werden, ist der Wechsel zum/zur Erwachsenen-SpezialistIn für Gastroenterologie angesagt.

Transition statt Transfer
Wichtig ist für den Jugendlichen, dass er eine/n GastroenterologIn findet, dem er vertrauen kann. Dieser muss wissen, wie und wann die Erkrankung ausgebrochen ist und welche Therapien bislang erfolgreich oder weniger erfolgreich waren. Im Rahmen einer Übergangssprechstunde sollten alle Betroffenen, der Kinderarzt/die Kinderärztin, der/die GastroenterolgIn und die Eltern einen individuellen Therapieplan entwickeln, der an die Bedürfnisse des Jugendlichen, an seine Ausbildung und seinen Lebensstil angepasst ist. Für den Übergang vom Kinderarzt/von der Kinderärztin zum/zur GastroenterologIn für Erwachsene ist eine Transition, also eine gemeinsame Umstellung besser als der reine Transfer, der harte Wechsel. Die Umstellung fällt vielen Jugendlichen schwer, weil sie damit eine wichtige Vertrauensperson ihrer Kindheit verlieren. Wenn sie diese Umstellung aber damit verknüpfen, dass sie zunehmend mehr Verantwortung für die eigene Erkrankung übernehmen, kann die Umstellung auch eine Chance darstellen, die Krankheit besser zu verstehen und aktiver mit ihr umzugehen.

Mehr Informationen über die Chancen und Probleme der Transition finden Sie hier.

Letzte Änderung: 05.06.2021

Autor
Dr. med. Thomas Krause

Autor

Dr. med. Thomas Krause

Facharzt für Innere Medizin. Zertifikat CED der DGVS, Psychosomatische Grundversorgung.

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