Helicobacter-Urease-Test

Der Helicobacter-Urease-Test (HUT oder HU-Test) dient als Nachweis für eine Besiedelung mit Helicobacter pylori. helicobacter_pylori.jpg Bei einem Verdacht auf eine Magenschleimhautentzündung aufgrund einer Helicobacter-Besiedelung wird im Rahmen einer Magenspieglung (Gastroskopie) eine Gewebeprobe für einen Helicobacter-Urease-Test entnommen und auf Helicobacter pylori untersucht. Es gibt Empfehlungen, den Test bei jeder Magenspieglung durchzuführen.

Wie funktioniert der HUT-Test?

Die Gewebeprobe aus dem Magen wird auf eine Nährlösung für die Bakterien gegeben, die u.a. Harnstoff und eine Farbindikatorlösung enthält. Das Bakterium verarbeitet den Harnstoff zu Ammoniak und Kohlendioxid, und das so erzeugte Ammoniak färbt den Indikator rot.
Das Testergebnis ist in der Regel schon nach wenigen Minuten sichtbar, in selteneren Fällen zeigt sich das Testergebnissen erst nach etwa 30 Minuten.

Genauigkeit des Helicobacter-Urease-Tests

Der Urease-Schnelltest hat eine Genauigkeit von mehr als 90%.

PPI und Antibiotika können den HU-Test verfälschen

Protonenpumpeninhibitoren (PPI) und Antibiotika können das Testergebnis verfälschen. Daher sollten entsprechende Medikamente (PPI ca. 1 Woche und Antibiotika ca. 6 Wochen) zuvor nicht eingenommen werden.

Letzte Änderung: 01.06.2016

Dr. med. Gernot Schönfeld

Autor

Dr. med. Gernot Schönfeld

Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie/Proktologie

Facharztzentrum für Gastroentrologie, Proktologie und Hepatologie am Hohenzollernpark

Hohenzollernstraße 7

45659 Recklinghausen

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