Nahrungsmittelunverträglichkeit

Mehr als 20 % der Bevölkerung der Industrieländer leiden unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. [Abbildung: © Guniita | Dreamstime.com]nahrungsmittelunvertraeglichkeit_no_food.jpg

Definition

Als Nahrungsmittelunverträglichkeit, Nahrungsmittelunverträglichkeitsreaktion oder Nahrungsmittelintoleranz bezeichnet man ganz verschiedene nahrungsabhängige Beschwerden.
Der Definition der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) entsprechend werden folgende Reaktionen nach Nahrungsaufnahme unterschieden:

  1. Toxische Reaktionen (wie Lebensmittelvergiftungen)
  2. Nicht-toxische Reaktionen, die unterschieden werden in:
    • enzymatische Intoleranzen
      wie Laktose-, Fruktose, Galactose-, Histamin-, Saccharose- oder Sorbit-Intoleranz;
    • pharmakologische Nahrungsmittel-Intoleranzen gegen bestimmte Nahrungsmittelbestandteile wie Tryptamin in Tomaten, Phenylethylamin in Schokolade, Tyramin in reifem Käse und Schokolade, Serotonin in Bananen und Nüssen oder gegen Glutamate oder Koffein;
    • Intoleranzen bzw. pseudoallergische Reaktionen auf Nahrungsmittelzusatzstoffe, deren Auslöser u. a. Farb- und Konservierungsstoffe, Säuerungsmittel oder Süßstoffe sein können.

Symptome

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können verschiedene Beschwerden auslösen wie z. B.
  • Bauchschmerzen,
  • Blähungen,
  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Durchfall oder
  • Verstopfung, aber auch
  • Hautprobleme mit Jucken oder Ausschlägen,
  • Müdigkeit oder
  • Kopfschmerzen.

Diagnose

Treten bei Ihnen über einen längeren Zeitraum unspezifische Probleme nach der Aufnahme von bestimmten Lebensmitteln auf, sollten Sie bei Ihrem Arzt klären lassen, ob ggf. eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt. Sehr hilfreich ist es, wenn Sie zuvor ein Ernährungstagebuch führen, in dem Sie notieren, was Sie in den letzten Tagen gegessen haben und wann sich welche Reaktionen bei Ihnen gezeigt haben.
Gibt es einen konkreten Verdacht, was die Ursache der Beschwerden ist, kann durch Weglassen des vermuteten Übeltäters - auch Eliminationsdiät genannt - geprüft werden, ob der Verdacht sich bestätigt. Ist die Ursache so nicht zu ermitteln, können verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten mittels Hauttest, bildgebender Diagnostik (Ultraschall, Röntgen), Endoskopie, laborchemischer oder Stuhluntersuchungen diagnostiziert werden.

Therapie/Vorbeugung

In der Regel besteht die Therapie von Nahrungsmittelunverträglichkeiten darin, dass die verantwortlich gemachten Stoffe bzw. Lebensmittel weggelassen werden.

Verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Letzte Änderung: 29.05.2014

Dr. med. Hassan Mazloum

Autor

Dr. med. Hassan Mazloum

Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie

Gemeinschaftspraxis Dres. Mazloum und Bütof

Mühlhäuserstr. 94 Haus F

99817 Eisenach

03691 - 881 099 0

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