Calprotectin

[Dezember 2012]

Calprotectin als Diagnosedmarker
Das Protein Calprotectin ist ein spezifischer Diagnose- und Aktivitätsmarker für eine entzündliche Aktivität im Verdauungstrakt. Der Nachweis erfolgt über eine Stuhlprobe und ist sehr sensibel im Nachweis.

Stuhluntersuchung
Benötigt wird eine etwa kirschgroße Stuhlprobe, möglichst vom ersten Stuhl des Tages, um zu messen, ob und wie ausgeprägt die Entzündung im Verdauungstrakt ist. Damit eignet sich diese Laboruntersuchung sehr gut zum ersten Nachweis einer Darmentzündung wie auch zur Verlaufsdiagnostik, um den Therapieerfolg als auch ein frühes Rezidiv einschätzen zu können.

Welche Aussage erlaubt die Calprotectin-Messung
Das Calprotectin ist bei einer entzündlichen Aktivität von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. erhöht, aber auch bei einer akuten infektiösen Darmerkrankung kommt es zum Anstieg von Calprotektin. Damit eignet sich die Calprotektin- Messung ganz hervorragend dafür, ein Reizdarmsyndrom von einer Darmentzündung abzugrenzen, denn die Werte des Calprotectins sind bei einer Darmentzündung erhöht, während sie beim Reizdarmsyndrom unauffällig bleiben. In den meisten Fällen korreliert die Höhe des Calprotektinwertes mit der Schwere der Erkrankung. Somit hilft die nicht invasive Calprotectin-Messung im Stuhl, im Rahmen einer Therapie den Grad der Heilung und der Krankheitsaktivitätzu objektivieren.

Mehr Informationen über Calprotectin als Diagnosemarker finden Sie hier.

Letzte Änderung: 01.10.2017

Autor
Dr. med. Beate Keck

Autor

Dr. med. Beate Keck

Facharzt für Gastroenterologie

Gastroenterologie Eppendorfer Baum

Eppendorfer Baum 35-37

20249 Hamburg

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